“Gute ambulante Medizin ist mehr als die Summe von Diagnostik und Therapie …”

arztbildSehr geehrte Patientinnen und Patienten ! Herzlich Willkommen auf der Homepage des Bochumer Haus- und Fachärztenetzes. Wir sind ein Zusammenschluss von über 170 niedergelassenen Bochumer Haus- und Fachärzten, ca. 25 Chefärzten und einer offenen, uns beratenden Patientengruppe (jeweils angebunden in einem Beirat).Wir möchten die Gesundheitsversorgung in Bochum stetig weiter verbessern. Dazu haben wir für Sie verschiedene Initivativen und Veranstaltungen im Programm. Diese finden Sie oben unter dem Reiter “Für Patienten”. Gute Besserung wünscht Ihnen Ihr MEDQN !

 

 

 

Ärzte-Vernetzung für eine bessere Patientenversorgung

MedQN nimmt am Projekt MicroNova ViViAN teil

Das Medizinische Qualitätsnetz Bochum (MedQN) beteiligt sich an der IT-Vernetzung Westfalen-Lippe, einem geförderten Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Mit der Einführung der virtuellen Vernetzung zwischen Ärzten im Praxisnetz erhalten die Patienten die Möglichkeit, dass ihre notwendigen Behandlungsdaten direkt, schnell, vollständig, gut lesbar und sicher auf elektronischem Wege an die mitbehandelnden Ärzte weitergeleitet werden. Damit liegen diesen für die Weiterbehandlung alle erforderlichen Unterlagen rechtzeitig vor.

Für die Ärzte ergibt sich der Vorteil, auf Patienteninformationen Zugriff zu haben – wie zum Beispiel Labordaten, Medikamentenplan, Krankenhausberichte und Untersuchungsbefunde. Man muss also nicht mehr telefonieren, um Informationen einzuholen.

Ärzte aus dem MedQN, die an diesem IT-Projekt teilnehmen, halten Patienteninformationen bereit. Dazu gehört auch eine Einverständniserklärung der Patienten, die dem Datenaustausch zustimmen müssen.

Hier finden Sie die Patienteninformation

Die  Liste der teilnehmenden Ärzte

 

 

Bochumer Ärzte und Apotheker wollen mehr Therapiesicherheit für die Patienten durch bessere Vernetzung

Erste gemeinsame Fortbildung verschiedener Akteure des Gesundheitswesens

Das Ziel ist klar definiert und seine Erfüllung von allen Beteiligten als unbedingt erforderlich erkannt: Die Therapiesicherheit beim Einsatz von Arzneimitteln muss erhöht werden. Um das zu erreichen, wollen sich in Bochum die verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens stärker als bisher vernetzen. Das ist das wichtigstes Ergebnis einer ersten gemeinsamen und gut besuchten Fortbildungsveranstaltung des Medizinischen Qualitätsnetzes Bochum (MedQN), des Hausärztenetzes, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Apothekerkammer und des Chefarztbeirates des MedQN, in der sich Ärzte und Apotheker im vollbesetzten Veranstaltungsraum der Viactiv Krankenkasse mit dem Thema „Patientenmedikation und Therapiesicherheit im Spannungsfeld Praxis-Apotheke-Klinik-Kassenärztliche Vereinigung-Kostenträger“ befassten.

Das Problem ist nicht neu, wie Dr. Christian Möcklinghoff (2. Vorsitzender des MedQN, das das Treffen initiiert hatte) eingangs erklärte. Viele Patienten wissen nicht oder nicht genau, welche und wie viele Medikamente sie verwenden oder wie sie diese einnehmen sollen; vielfach werden die verordneten Arzneimittel auch gar nicht eingenommen. Das alles ist inzwischen mit Studien und Untersuchungen belegt und wurde in der Fortbildungsveranstaltung vom Hausarzt Gerhard Seeliger und der Apothekerin Dr. Inka Krude in ihren Vorträgen bestätigt. Die Gefahr: Durch eine fehlende Übersicht über die Gesamt-Medikation können für einen Patienten fatale gesundheitliche Folgen durch unerwünschte Nebenwirkungen entstehen, wenn z.B. nachbehandelnde Ärzte etwa bei einer anstehenden Operation keine Kenntnis vom Einsatz bestimmter Mittel haben.

Ein Medikationsplan oder Medikamentenpass soll die Informationslücken schließen. „Das ist DAS Instrument für Therapiesicherheit“, sagte Isabel Waltering (Apothekerkammer Westfalen-Lippe). Die Kammer beschäftige sich seit 2012 mit dem Thema. Eine ganz wichtige Erkenntnis sei: „Wir müssen die Patienten mitnehmen“. Es gebe gute Erfahrungen aus Modellprojekten in Deutschland, die auch in die Arbeit in Bochum einfließen könnten. Hier gibt es seit einigen Monaten den Medikamentenpass, den eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Medizinischen Qualitätsnetzes und Apothekern entwickelt hat. Darüber hinaus existieren Medikamentenpläne von verschiedenen Organisationen und Anbietern. Das neue E-Health-Gesetz soll hier eine deutschlandweite Vereinheitlichung bringen. Andreas Daniel vom Stabsbereich Politik und Public Affairs der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ging auf Inhalte und Fahrplan des neuen Gesetzes ein, das den elektronischen Medikationsplan vorschreibt – zunächst auf Papier seit Oktober 2016. Andreas Daniel: „Patienten, die mindestens drei Medikamente gleichzeitig verordnet bekommen, haben gegenüber ihren behandelnden Ärzten einen Anspruch auf die Ausstellung eines patientenverständlichen Medikationsplans auf Papier. Der Arzt muss seine Patienten über diesen neuen Anspruch informieren und den Plan, wenn nötig, auch aktualisieren. Apotheker können sich an der Aktualisierung des Medikationsplans beteiligen, sofern der Patient dies wünscht.“ Es sei vorgesehen, den Plan bis Ende 2017 auf der Versicherungskarte zu speichern. Allerdings müsse die Telematik-Infrastruktur noch aufgebaut werden; Tests seien im ersten Quartal 2017 geplant.

Roland Wien, Vorstand der Krankenkasse Viactiv, berichtete von vier Arztnetzen, mit denen seine Krankenkasse per Vertrag Arzneimittel-Checks vereinbart habe. Er setze für die nahe Zukunft auf die Telematik, um die Vernetzung der Akteure zu verbessern. Bis dahin sei ein Medikamentenplan auf dem Papier erst einmal hilfreich, aber nicht die Lösung.

In Bochum soll bis zur endgültigen gesetzlichen Einführung eines einheitlichen Medikationsplans weiter der Medikamentenpass des Medizinischen Qualitätsnetzes und Bochumer Apotheken ausgegeben werden. Damit er und auch der demnächst bundesweit einheitliche Medikationsplan seinen/ihren Zweck auch tatsächlich erfüllen, müssen die Patienten einbezogen und über die Bedeutung informiert werden: Darin waren sich alle beteiligten Organisationen des ersten Bochumer Treffens zum Thema „Patientenmedikation und Therapiesicherheit“ einig. Denn der Patient muss den Plan wollen und anfordern – er wird nicht automatisch erstellt.

Die beteiligten Ärztenetze und die Apotheken wollen künftig gemeinsam auf vielfältige Weise die Öffentlichkeit über das Thema informieren, um auch die wichtige Rolle des Patienten deutlich zu machen. Dazu wird das Ärztenetz MedQN auf der nächsten Gesundheitsmesse im RuhrCongress am 2. April 2017 dieses Thema zu einem Schwerpunkt machen. Darüber hinaus sollen weitere Veranstaltungen stattfinden, um die Vernetzung zwischen Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken für eine optimale Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern.

 

 

Der Medikamentenpass: Ein neues Kooperationsprojekt  von MedQN mit Bochumer Apotheken

Falsche Medikamenteneinnahme kann tödlich sein

Medikamentenpass BODas Medizinische Qualitätsnetz Bochum (MedQN) hat in Kooperation mit Bochumer Apotheken die Verbesserung der Medikamentenversorgung in Bochum zum aktuellen Ziel ausgerufen. Dazu wurde auch ein eigener Medikamentenpass entwickelt, den Patienten ab drei regelmäßig eingenommenen Medikamenten unbedingt besitzen und auch ständig mit sich führen sollten. Begonnen hat MedQN dieses Projekt mit einem sehr gut angenommenen Vortrag der Apothekerin Dr. Inka Krude auf der Bochumer Gesundheitsmesse im April im RuhrCongress. Es folgte – wegen der großen Nachfrage – ein kurzfristig organisiertes Patientenseminar zu diesem Thema im Kunstmuseum Bochum im Mai.

Das Problem der Medikamenteneinnahme ist in Deutschland lange bekannt. Bei Medikamenteneinnahmen für bestimmte Krankheiten nehmen nach validen Studien über 50 Prozent der Patienten die Medikamente falsch ein und riskieren eine Wirkungslosigkeit bzw. auch Wechselwirkungen/Nebenwirkungen. Probleme sind dabei falsche Einnahmemuster (vor oder nach dem Essen spielt eine Rolle!), unterschätzte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Nichteinnahme oder Einnahme nach Bedarf, Präparatewechsel, OP-Durchführung trotz Blutverdünnereinnahme, vollständige Unkenntnis (erschreckend häufig!) und  vieles mehr. Diese Probleme müssen auch in einer Stadt wie Bochum mit ca. 370.000 Einwohnern unterstellt werden. Und genau da will MedQN helfen.

Es hat sich dazu eine Arbeitsgemeinschaft zwischen Bochumer Haus- und Fachärzten aus dem Netz MedQN und interessierten Bochumer Apotheken gebildet. Erstmals hier in Bochum treffen sich die Kolleginnen und Kollegen regelmäßig. Begleitend wird MedQN eine gemeinsame Fortbildungsreihe mit interessierten Apothekern ins Leben rufen, um die Zusammenarbeit in der Medikamentenbetreuung zu verbessern. Das Hausärztenetz Bochum als zweites Bochumer Arztnetz ist als weiterer Kooperationspartner angefragt.

Den MedQN-Medikamentenpass erhalten interessierte Patientinnen und Patienten aktuell zunächst nur im MedQN-Netzbüro Huestraße 5 sowie bei den teilnehmenden Apotheken und Arztpraxen.

 

Handerkrankungen: Unglaubliche Resonanz am WAZ-Redaktionsmobil

WAZ Bochum 22.06.2015Großer Andrang gleich beim Auftakt des WAZ-Medizintalks auf dem Gesundheitsforum Boulevard am 20. Juni 2015: Dort informierte Facharzt Dr. Christian Möcklinghoff aus der Praxis für Plastisch-Ästhetische Chirurgie und Handchirurgie Dr. Ptok/Dr. Möcklinghoff über Handerkrankungen. Die WAZ berichtete u.a.: “Apropos Finger: Gleich zum Auftakt des Medizintalks war das WAZ-Mobil dicht umlagert, als Dr. Christian Möcklinghoff über die häufigsten Erkrankungen von Hand und Handgelenk informierte. „Unglaublich, welche Resonanz man hier hat“, staunte der Handchirurg aus dem Europahaus, als nach seinem Vortrag etliche Leserinnen und Leser auf ihn zuströmten und per Hand- bzw. Fingerzeig um eine Schnelldiagnose baten. Chefvisite inklusive Behandlungsempfehlung mitten auf der Straße: Das gibt’s wohl nur beim Gesundheitsforum…”

Zum WAZ-Bericht

 

 

Dr. Christian Möcklinghoff informiert am 20. Juni am WAZ-Redaktionsmobil auf der Gesundheitsmeile

Über Handerkrankungen wird Facharzt Dr. Christian Möcklinghoff aus der Praxis für Plastisch-Ästhetische Chirurgie und Handchirurgie Dr. Ptok/Dr. Möcklinghoff am Samstag, 20. Juni 2015, beim WAZ-Medizintalk auf dem Gesundheitsforum Boulevard informieren. Von 11 bis 14.30 Uhr finden Gespräche zur Gesundheit am WAZ-Redaktionsmobil auf der Gesundheitsmeile auf dem Boulevard statt. Dr. Christian Möcklinghoff wird als 2. Vorsitzender des MedQN auch zum Thema Gesundheitsfürsorge in Bochum Stellung nehmen.

Dr. Christian Möcklinghoff nimmt die häufigsten Erkrankungen an Hand und Handgelenk in den Blick – Erkrankungen, die einem oft schmerzhaft bewusst machen, wie schlecht und eingeschränkt der Mensch „einhändig“ unterwegs ist. Karpaltunnelsyndrom, Schnappfinger, Dupuytrensche Erkrankung, Arthrose und auch Unfallschäden sind rein numerisch echte „Volkskrankheiten“. Für viele Erkrankungen der Hand gibt es gute Behandlungsoptionen, die nicht immer gleich chirurgisch sein müssen.