Mediziner und Krankenkassen schlagen Alarm. 18 Millionen Menschen in Deutschland leiden jedes Jahr an einer psychischen Erkrankung. Knapp 20 Prozent aller Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind darauf zurückzuführen. Auch immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene sind betroffen. Wie bewahre ich meine seelische Gesundheit? Wo gibt es Hilfe? Antworten liefert am Montag, 30. März, das Patientenseminar des Medizinischen Qualitätsnetzes (MedQN) Bochum.

Nach Prof. Dietrich Grönemeyer Ende 2025 konnte das MedQN zum Auftakt 2026 erneut einen der bedeutendsten und bundesweit renommiertesten Bochumer Mediziner als Referenten gewinnen. Prof. Dr. Georg Juckel, Ärztlicher Direktor des LWL-Universitätsklinikums, zeigt in seinem Vortrag auf, wie man sich im oft herausfordernden Alltag vor psychischen Krisen – etwa Burnout oder Angstzuständen – schützen kann.
Zudem erläutert der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welche Möglichkeiten der Akutversorgung und ambulanten Unterstützung bis hin zur stationären Therapie sich in Bochum bieten. Für viele Betroffene unerträglich: Warum betragen die Wartezeiten für eine Psychotherapie meist etliche Monate? Auch dazu gibt es aktuelle Informationen. Spannung versprechen neue Erkenntnisse zum Einsatz von Drogen – etwa Cannabis oder LSD – bei Depressionen. „Sie können positiv wirken, bergen aber auch Risiken“, weiß Prof. Juckel, der zum Ausklang gern auch individuelle Fragen beantwortet. Das MedQN-Patientenseminar ist ein kostenloses Online-Format. Die Teilnehmer bleiben – wichtig gerade bei diesem Thema – anonym. Beginn ist um 18 Uhr. Moderator ist Jürgen Stahl. Anmeldungen sind auf https://tinyurl.com/2zehxebf möglich. Die Teilnehmer erhalten rechtzeitig einen Link. Ein Klick, und man ist zugeschaltet. Weitere Infos gibt es auf www.medqn.de.