Akupunktur. Bild von 5petalpics auf Pixabay

Schulmedizin und Naturheilkunde ergänzen sich. Manchmal kommt die Schulmedizin an ihre Grenzen, zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen. Manche Erkrankungen lassen sich nicht beheben, sondern werden dann symptomatisch behandelt. Große Erfolge feiert die traditionelle Chinesische Medizin und die Akupunktur. Aber auch Lebensstiländerung, Bewegung und Ernährung haben ihren Stellenwert.

Die Naturheilkunde hat ihren Nischenplatz verlassen und ist integrativ in das Medizinsystem eingebettet. Aber die wissenschaftliche Naturheilkunde Ist keine Alternative zur Schulmedizin, sondern Teil eines ganzheitlichen gedachten Behandlungskonzeptes. Diesen Zusammenhang belegt die aktuelle Evidenzsituation. Es fällt häufig der Begriff Mind-Body-Medizin. Damit ist gemeint, dass mit Entspannung, Bewegung, Yoga, Ernährung und Bewegung psychologische, biologische und soziale Prozesse angestoßen werden. Das ist der Weg, auf dem die Naturheilkunde die Schulmedizin unterstützt.

Wichtig ist der integrative-kooperative Behandlungsansatz, denn es kann auch einiges schieflaufen. Zum Beispiel stehen Johanniskraut und Grapefruitsaft im Verdacht, schulmedizinische Behandlungen zu stören. Neben den chronischen Erkrankungen findet sich auch ein breites Anwendungsgebiet in der Onkologie. Bei chronischen Erkrankungen kann die Naturheilkunde die Schmerztherapie unterstützen, in der Onkologie können Ängste, Depressionen und Mutlosigkeit besiegt werden.

Quelle: Interview Professor Dr. Gustav Dobos, Leiter des Zentrums für Naturheilkunde und Integrative Medizin am Universitätsklinikum Essen

 

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