Erfolgreicher Auftakt für die Patientenseminare des MedQN Bochum im Jahr 2026: Mit 114 Anmeldungen erreichte das Online-Format des Ärztenetzes zum Thema Burnout/Depression/Angststörungen ein neues Rekordergebnis.
Nach Prof. Dietrich Grönemeyer (Ende 2025 zum Thema Demenz) konnte das MedQN mit Prof. Georg Juckel einen weiteren bundesweit renommierten Bochumer Mediziner als Referenten gewinnen. Als Ärztlicher Direktor des LWL-Universitätsklinikums und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie genießt Prof. Juckel bei Kollegen und Patienten gleichermaßen höchstes Ansehen. Regelmäßig taucht sein Name auf, wenn Magazine wie „Fokus“ oder „Stern“ die besten deutschen Ärzte küren.
Beim MedQN-Patientenseminar informierte Prof. Juckel ausführlich über psychische Erkrankungen. Deren Entwicklung ist alarmierend. 18 Millionen Menschen in Deutschland werden jedes Jahr wegen seelischer Leiden behandelt. Knapp 20 Prozent aller Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind darauf zurückzuführen. Das bedeutet Platz 2 bei den Krankenscheinen: knapp hinter Muskel- und Skeletterkrankungen und noch vor Atemwegserkrankungen.
Immer mehr junge Menschen sind betroffen. Bei einer aktuellen Studie gaben 29 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, fachärztliche Hilfe zu benötigen: junge Frauen häufiger als junge Männer.
Gerade am Arbeitsplatz sei Stress der Hauptfaktor für Burnout, so Juckel: „Er ist laut WHO eine der größten Gefahrenquellen des 21. Jahrhunderts mit weiteren schwerwiegenden Folgen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Immunschwäche.“ Wie kann man vorbeugen, bevor es heißt: Nichts geht mehr? Wichtig seien regelmäßige Auszeiten, Sport (perfekt: ein Boxsack) und ein selbst auferlegter „Gedankenstopp“, etwa abends ab 18 Uhr.
Vielfältig sind die Hilfen bei Depressionen, an denen jeder vierte Deutsche einmal im Leben erkrankt. Prof. Juckel zeichnete mehrere Weg aus dem Seelental auf, darunter Yoga und Ketamin (auch als Nasenspray erhältlich). Für einer stationäre Psychotherapie müsse man mit monatelangen Wartezeiten rechnen. Auch Termine bei Psychotherapeuten seien rar. „Da hilft nur: dranbleiben und regelmäßig nachfragen.“
Das MedQN setzt seine Patientenseminare am 29. Juni fort – dann zum Thema Venenerkrankungen, also Krampfadern, geschwollene Beine oder Besenreiser. Referent ist der Ärztliche Direktor des Venenzentrums des Katholischen Klinikums Bochum, Prof. Markus Stücker. Anmeldestart ist Ende Mai. Informationen gibt es rechtzeitig auf der MedQN-Homepage und den Social-Media-Kanälen.